1 Sep 2026 03:00

PFAS im Trinkwasser: was in der Schweiz wirklich aus dem Hahn kommt. Interview mit Oliver Kaube (DG364)

Ewigkeitschemikalien im Wasser und was sie mit deinem Darm machen

Das Schweizer Wasser gilt als eines der besten der Welt. Trinkbar ist es überall. Sauber ist etwas anderes.

Oliver Kaube ist Chemieingenieur und beschäftigt sich seit 36 Jahren mit Schadstoffen im Trinkwasser. In dieser Folge geht es um PFAS, die sogenannten Ewigkeitschemikalien. Mehr als zehntausend Substanzen gehören zu dieser Gruppe. Sie stecken in Regenjacken, in Antihaftpfannen, in Backtrennpapier und im Imprägnierspray für Schuhe. Sie bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab.

In einer Pilotstudie des Bundes mit knapp 800 Freiwilligen aus den Kantonen Waadt und Bern wurden PFAS in jeder einzelnen Blutprobe gefunden. Bei 3,6 Prozent lag die Menge über einem gesundheitlich relevanten Schwellenwert. In der schweizweiten Trinkwasserkampagne der Kantonschemiker von 2023 waren PFAS in 46 Prozent von 564 Proben nachweisbar.

Wir sprechen darüber, woher diese Stoffe kommen, was epidemiologische Studien zum Zusammenhang mit Immunsystem und Darmbakterien zeigen, welche Filtertechnik etwas bringt und welche fast nichts, was ein Gerät kostet und was du beim Einkaufen und Kochen ändern kannst.

Themen der Folge:

• Was PFAS sind und wo sie im Alltag stecken

• Was die Schweizer Blut- und Trinkwasseruntersuchungen zeigen

• Warum du auf neue Grenzwerte nicht warten solltest

• PFAS, Immunsystem und Darmflora

• Aktivkohle-Blockfilter, Umkehrosmose und was sie kosten

• Der Mythos vom Wasser ohne Mi


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