
Claudia Schmidt, Dharma-Vortrag, Sommer-Sesshin, 23. Juli 2026 in Wilhelmsaue
In dieser Folge hörst du den Vortrag unserer Shuso Claudia, den sie im Rahmen unserer Praxisperiode im Juli-Sesshin gehalten hat. Dabei verbindet Claudia die Lectio Divina – eine meditative Form der Textbetrachtung – mit Zazen und moderner Koan-Arbeit.
Ausgangspunkt ist eine Geschichte aus „Erwachen im Alltag" von Eve Myonen Marko und Wendy Egyoku Nakao: Eine Praktizierende schlägt in ihrer Gruppe vor, sich selbst durch kurze Dharma-Vorträge auszutauschen – und stößt auf Widerstand. Man brauche doch eine „richtige" Lehrkraft. Daran entfaltet Claudia zentrale Fragen: Wer ist im Zen eigentlich Lehrerin oder Lehrer? Wie gehen wir mit der Tendenz um, uns selbst klein zu machen? Und wie entsteht Gemeinschaft, in der jede Stimme gehört wird?
Mach direkt mit beim Schreibexperiment! Claudia lädt zu 10 Minuten intuitivem Schreiben ein – nach einer Methode von Florence Caplow (Upaya Zen Center), bei der man sich Koans durch den Wechsel von Zazen, meditativem Lesen und intuitivem Schreiben nähert. Sobald die Schreibzeit beginnt, pausiere einfach das Audio und schreib frei, was dir in den Sinn kommt.
Ein Vortrag voller Wärme und Ermutigung, die eigene Verantwortung im Alltag zu übernehmen – bis hin zu den letzten Worten, die Buddha zugeschrieben werden: „Seid euch selbst ein Licht."
Was am Anfang als Frage im Koan steht, beantwortet Claudia ganz praktisch: Danke, liebe Claudia, für deinen Mut, zu deiner eigenen Praxis zu stehen.